3. Herren: Aufholjagd wurde nicht belohnt
VfL Bochum 3 vs. BC Langendreer 4 - 63 : 69 n.V. (24:37 / 61:61)
Trotz einer tollen Leistung in der zweiten Halbzeit, die nach einer ersten Führung dann nur zum Unentschieden nach der regulären Spielzeit reichte, verloren wir das Spiel dann doch noch in der Verlängerung.
Erstaunlicherweise traten wir nur mit sieben Spielern an und hatten zunächst so recht keine Vorstellung von unserem Gegner aus Langendreer. Doch dies änderte sich bereits in den ersten Minuten des Spieles. Mit 11:4 lagen die Gäste in der sechsten Minute in Front, wobei wieder einmal unsere Trefferquote gegen Null tendierte, während dem Gegner fast alles glückte. So war es nicht verwunderlich, dass das erste Viertel verloren wurde. Aber acht Punkte Differenz sind noch kein Beinbruch im Basketball.
So traten wird denn auch weiterhin guten Mutes zum zweiten Viertel an. Doch statt nun unsererseits die Aufholjagd zu starten setzte sich der Gast weiter ab. Mit dem kantigen und robusten Verteidigungsspiel der Langendreer konnten wir uns nur schwer anfreunden. Im Angriff lief es immer noch nicht rund. Während in der Defensive es zumindest in den ersten vier Minuten besser lief und wir dagegenhielten. Ganz konnte wir aber die sicheren Distanzschützen der Gäste nicht ausschalten. Nach sieben Minuten stand es sogar 18:37 aus unserer Sicht. Bahnte sich ein Debakel an. Plötzlich schafften wir es unter unserem Korb aggressiv zu werden und uns die Rebounds zu ergattern. Mit schnellen und diesmal sicheren Angriffen legten wir in den letzten zwei Minuten einen 6:0 Lauf hin und konnten den Abstand somit wenigstens auf 13 Punkte verringern. Ging da noch etwas?
Ja! Trotz engerer Bewachung von Tobias schafften wir es nach und nach den Vorsprung zu verkleinern. Nach vier Minuten lagen wir nur noch sechs Punkte zurück. Ein Dreier des Gegners und weitere Punkte hielten uns aber auf Distanz. Beim Stand von 49:40 für Langendreer kam, meiner Meinung nach, eine entscheidende Phase des Spieles. In den letzten neunzig Sekunden des dritten Viertels wurden uns acht Freiwürfe zugesprochen. Lediglich drei fanden das Ziel. Der letzte Korb gehörte uns, so dass es bei den sechs Punkten Abstand blieb.
Noch war alles drin. Das letzte Viertel begann zwar wieder mit einem Korberfolg der Gäste, doch nach und nach knabberten wir an deren Vorsprung und gingen in der siebten Minute erstmals in diesem Spiel mit 58:57 in Führung. Die letzten Minuten gestalteten sich ausgeglichen. Zwar wurde es noch einmal aufregend, als Sekunden vor Schluss die Langendreer mit Einwurf unter unserem Korb die Chance auf den Sieg hatten, doch auch diese brenzlige Situation überstanden wir. Mit 61:61 ging es dann in die Verlängerung.
So auch heute mit diesem Bericht. Aus welchem Grunde auch immer, schien uns die lange Pause zwischen dem Abpfiff und dem Beginn der Verlängerung völlig aus dem Tritt gebracht zu haben. Nichts funktionierte plötzlich mehr. Kein Distanzwurf traf, keine Aktion unter dem Korb war von Erfolg gekrönt, kein einziger Freiwurf von den vieren, die wir bekamen, fiel durchs Netz. Und, was noch schlimmer war, Langendreers Distanzschützen trafen weiterhin aus allen Lagen. So kam dann doch das bittere Ende. Souverän spielten die Gäste die letzten Minuten herunter und ließen uns zwar den letzten Korb des Spieles, der aber keine Auswirkung mehr hatte.
Trotz der desolaten ersten Halbzeit haben wir wieder einmal Moral bewiesen und alles versucht, uns gegen eine drohende Niederlage zu wehren. Fast wäre es auch gelungen. Das letzte Quäntchen Glück und wohl Cleverness fehlten uns an diesem Abend. Die Gäste bewiesen darin mehr Effizienz und entführten den Sieg aus unserer Halle. Glückwunsch nach Langendreer. Nächstes Jahr sehen wir uns dann zum Rückspiel.
Eine Anmerkung zur Freiwurfquote sei noch gestattet. Von den 18 Würfen verwandelten wir nur fünf. Hätte, wenn und aber. Vor allem in dritten Viertel wäre die Riesenchance gewesen, mit nur einem Treffer mehr von der Freiwurflinie das Spiel zwar knapp aber doch zu unseren Gunsten zu entscheiden.
So gehen wir zwar enttäuscht aber weiter motiviert ins nächste Spiel. Ein echtes Highlight. Eine Art Vereinsmeisterschaft. Wir sind am nächsten Montag, den 01.12.2008, um 20.15 Uhr, im Ostring, zu Gast bei unserer zweiten Mannschaft. Von der Konstellation her eine eindeutige Sache zu Gunsten unserer jungen zweiten Mannschaft. Doch schauen wir mal, was die Oldies noch zustande bringen.
Viertelergebnisse: 10:18; 14:19; 21:14; 16:10
Verlängerung: 2:8
VfL Bochum: Olaf Besser; Tobias Bolsmann; Thomas Fischer; Eric Jobs; Frank Pütz; Martin Sondermann; Andreas Widera
13.11.2008 – 14:06