Bericht-Archiv

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2. Damen: Ein nicht ganz zufrieden stellender Sieg oder „5 gegen 7“

SG Hamm vs. VFL Bochum 2 - 27:81 (15:38)

Zu dem wohl am weitest entfernten Liga-Genossen startete die zweite Damenmannschaft des VfL ungewohnt früh am Samstag um 12 Uhr zum Südener SG Hamm.
Nach einer besonders intensiven Aufwärmphase, welche bereits über den geplanten Spielbeginn hinausging, trafen die Schiedsrichter endlich ein. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass die Schiedsrichter im Laufe des Spieles noch einen großen Teil zum Spielverlauf betragen würden und den 6. und 7. Mann des SG Hamm verkörpern würden.  Mit einer Verspätung von ca. 10 Minuten konnte das Spiel dann endlich starten. Der VfL zeigte eine gute und aggressive Defense, die zu vielen Ballverlusten der Gegner, aber auch zu vielen Fouls auf dem VfL Konto führten. Die Schiedsrichter pfiffen hier jeglichen noch so kleinen Kontakt, der in einer aggressiven Defense beim Basketball durchaus üblich ist. Auf der gegnerischen Seite dagegen wurde oft mit übermäßigem Körpereinsatz zum Korb gezogen, was für die Unparteiischen jedoch keinen Grund zu einem Pfiff ergab. Der VfL kassierte im 1. Viertel  bereits ganze 8 Teamfouls. Dennoch konnte dieses Viertel auf Grund der schlechten gegnerischen Freiwurfquote (30%) mehr oder weniger erfolgreich gewonnen werden.
Im 2. Viertel hatte man die so genannten „Fouls“ besser im Griff.  Mehr Beinarbeit, keine Hände, keine Arme, kein Springen. Dazu versuchte man den Gegner mit einer Presse zum Ballverlust zu bringen und den Spielaufbau zu stören. Phasenweise funktionierte dieses auch gut, der Gegner hatte sichtbare Schwierigkeiten mit dem erhöhten Druck umzugehen. Allerdings lies die Presse noch zu viele kleine Lücken zu, die der Gegner oft nutzte um den Ball erfolgreich nach vorne zu bringen.  Der Plan ging  trotzdem auf und der VfL konnte sich zur Halbzeit mit 15:38 ein sicheres Polster erspielen ohne 5 Teamfouls erreicht zu haben. In der Halbzeitansprache sollte vor allem das Vorgehen gegen die unnötig entstandene Hektik in der Offense besprochen werden, um somit die zum Teil verschenkten einfachen Punkten in definitive Treffer umzusetzen. Diese Hektik konnte leider im gesamten Spiel nicht abgestellt werden, obwohl das Team des VfL mit einer weiterhin konstanten Führung keinen Grund dazu hatte. Zusätzlich wurde der Spielfluss auch wieder öfter durch viele Foulpfiffe auf Bochumer Seite unterbrochen. Es gestaltete sich zunehmend schwieriger in der Defense den Ball ohne einen Pfiff zu stoppen und es war nicht möglich sich auf die peniblen Entscheidungen der Schiedsrichter einzustellen.  Den Frust reduzierten allerdings Barbara Gisevius, die nahezu jeden freien Distanzschuss in sichere Treffer verwandelte und Edugie Idehen, die unter dem Korb einfach nicht zu stoppen war und mit 26 Punkten einen deutlichen Akzent im Spielverlauf setze.
Im letzten Viertel zeigte dann vor allem Isabel Scheel ihr Können. Nachdem sie sich bereits das ganze Spiel über durch ihre Schnelligkeit und besonders hohe Laufbereitschaft ausgezeichnet hatte, kam sie nun richtig in Fahrt und sorgte für einen noch deutlicheren Sieg mit 10 ihrer  insgesamt 19 Punkte.
Am Montag trifft die Mannschaft um 18 Uhr im Lohring auf die Mannschaft des TSG DO Schüren.

Viertelergebnisse: 11:18  4:20  7:21  5:22

VfL Bochum: Natalie Ahmann (2), Neha Arora, Stefanie Brenzel (6), Barbara Gisevius (12), Edugie Idehen (26), Helen Mettner (4), Melanie Minnerop (6), Isabel Scheel (19), Hanna Thoma (2), Julia Zuna (4)

08.11.2008 – 14:51

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